Wie schreibe ich ein Buch?

Wir schreibe ich ein Buch?

Wie schreibe ich ein Buch?

Du träumst davon, ein Buch, also einen Roman zu schreiben? Hier sind zehn bewährte Tipps, wie dir das gelingen kann.

  1. Zunächst musst du dir überlegen, für welche Zielgruppe du schreiben möchtest. Sollen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene dein Buch lesen? Willst du einen Krimi, einen Liebesroman, einen Thriller, ein Jugendbuch oder ein Kinderbuch schreiben? Überlege dir zunächst, welche Bücher du selber am liebsten liest, denn es ist erfahrungsgemäß am einfachsten als „Newcomer“ in einem Genre zu schreiben, das einem vertraut ist.
  1. Nun kommt das Wichtigste: Die Idee für deine Geschichte. Anfänger machen hier den ersten Fehler, weil sie oft über das schreiben wollen, was sie selbst erlebt haben. Wenn es eine wirklich spannende Story ist – okay! Aber ansonsten eignen sich fiktive Geschichten besser dazu, zu einem spannenden Roman verdichtet zu werden. Aber: Lass dich von deinem täglichen Leben inspirieren! Wie heißt es doch so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben. Die meisten Autoren sind immer „auf Sendung“: Sie lesen Zeitungen, hören aufmerksam die Nachrichten oder belauschen – natürlich total zufällig 🙂 – ihre Sitznachbarn in der U-Bahn oder im Bus, bis die zündende Idee in ihrem Kopf entsteht. Kleiner Tipp: Immer ein schönes Notizheft dabei haben, um irgendeine Beobachtung oder Idee sofort zu notieren.
  1. Puh, die erste Idee ist vorhanden. Vielleicht möchtest du über eine junge Frau schreiben, die aufgrund ihrer Größe (sie ist über zwei Meter groß) keinen Partner findet? Oder über eine Familie, die in ein schönes Haus am Waldesrand einzieht, aber in der Nacht immer zur gleichen Zeit knarrende Geräusche hört? Dann kann es ja losgehen. Nun solltest du dir zunächst über deine Protagonisten Gedanken machen. Viele Autoren schreiben Biografien, die alle Eckdaten des Lebens ihrer Charaktere enthalten, andere skizzieren ihre Figuren in einem Schreibblock. Wie du diese Aufgabe handhabst, bleibt dir überlassen.
  1. Alle wirklich guten Romane basieren auf dem Grundgedanken der sogenannten „Heldenreise“. Besonders amerikanische Spielfilme lassen diese Grundlage einer erfolgreichen Geschichte niemals außer Acht: Der Protagonist (die Hauptperson) lebt ein ganz normales Leben, bis ein bestimmtes Ereignis (Unfall, ein gefährlicher Drachen, eine Naturkatastrophe, Ankunft eines Fremden, Begegnung mit einer unbekannten Schönen) ihn aus seinem Alltagstrott herausreißt. Daraus entstehen Probleme, die er lösen muss, um sein normales (glückliches) Leben fortführen zu können. Er macht sich also auf die Reise, oftmals mit einem Gefährten, und muss dabei viele Gefahren und Prüfungen bestehen. Vor allem will ein Widersacher (Antagonist) ihn davon abhalten, sein Ziel (seinen Auftrag) zu erfüllen. Am Ende gelingt es aber unseren Helden, zum Beispiel den Drachen zu töten oder das Herz der Unbekannten zu erobern, und er kehrt reifer (erwachsener) und erfahrener nach Hause zurück.
  1. Du möchtest deine Leser fesseln und dazu bringen, dein Buch gar nicht aus der Hand zu legen? Dann solltest du bereits zu Beginn deines Romans dafür sorgen, die Neugier deiner Leser auf das Ende deiner Geschichte zu wecken. Das kann ein Gesprächsfetzen sein, den deine Hauptfigur nebenbei hört: „Hast du schon das Schreckliche gehört, was die Familie im Haus am Waldesrand erlebt hat …“ Oder vielleicht eine bestimmte ungewöhnliche Reaktion einer deiner Figuren: Jemand verstummt plötzlich, als er einen Namen hört oder ein Auto sieht, das plötzlich an ihm vorbei fährt. Dadurch bewirkst du, dass deine Leser „am Ball bleiben“, weil sie unbedingt wissen wollen, was es mit diesem Ereignis auf sich hat. Auf diesem Prinzip basiert auch jede Lovestory: Kriegen die beiden sich am Ende?
  1. Wenn du diese „Hausaufgaben“ erledigt hast, kannst du deinen Roman in groben Zügen skizzieren, d.h. du notierst dir stichwortartig deine Geschichte, also den sogenannten „Plot“ den Handlungsablauf deines Buches/Romans. Einige Autoren verzichten darauf und schreiben einfach drauf los, um nicht in ihrer Kreativität gebremst zu werden. Oftmals sind diese Autoren aber den Weg des Plottens in ihrem Kopf gegangen, d.h. sie wissen auch, wie ihre Geschichte funktioniert, obwohl ihnen das vielleicht gar nicht so bewusst ist.
  1. Dann beginnst du damit, dein Buch zu schreiben, ob am Computer oder an der Schreibmaschine. Da du deinen Roman vielleicht später einem Verlag oder einer Literaturagentur anbieten möchtest, solltest du, wenn du am Computer schreibst, den Text nach einer bestimmten Art und Weise formatieren, der „Normseite“. Weitere Informationen findest du zum Beispiel hier. Du schreibst also munter drauf los und swuppdiwupp hast du dein erstes Kapitel geschrieben. Herzlichen Glückwunsch! Du schreibst weiter, aber irgendwann merkst du, dass dir der anfängliche Elan abhanden kommt und außerdem machen sich Selbstzweifel in deinem Kopf breit. Eine innere Stimme flüstert dir zu: „Was machst du da eigentlich, liebe Lena oder auch lieber Luca? Glaubst du wirklich, dass du in der Lage bist, ein Buch zu schreiben? Hahaha – das ist doch total lächerlich!“ Lass dich von diesen Stimmen nicht entmutigen! Das ist vollkommen normal, selbst erfolgreiche Schriftsteller haben mit solchen Selbstzweifeln zu kämpfen. Schreib einfach weiter!
  1. Um trotzdem deinen Roman/Buch fertigzustellen, solltest du dir allerdings eine für dich angenehme Schreibroutine aneignen. Die meisten, die ihren Traum vom Schreiben verwirklichen wollen, müssen in erster Linie ihre Aufgaben im Alltag erledigen, als Berufstätiger, Schüler oder Student oder als Hausfrau und Mutter. Deshalb ist es wichtig, jeden Tag etwas zu schreiben und sich ein realistisches Ziel zu setzen, um mit dem Roman/Buch fertig zu werden.
  1. Die meisten Autoren benötigen mindestens ein Jahr, um ein Buch zu schreiben. Irgendwann ist der Tag gekommen, und du kannst ENDE unter deinen Text schreiben. Was für ein tolles Gefühl! Du hast es geschafft! Hurra! Genieße diese euphorische Phase, denn schon bald wirst du feststellen, dass es nicht ausreicht, ein Buch/Roman zu schreiben. Natürlich willst du auch, dass dein Werk gelesen wird, am besten dadurch, dass es in allen Buchhandlungen zum Kauf angeboten wird, oder? Leider wird dies nur im Ausnahmefall passieren – dies solltest du unbedingt wissen! Nur wenigen Autoren gelingt es, gleich ihr erstes Werk an einen Verlag zu verkaufen. Sicher fragst du dich, warum ich dir das nicht gleich zu Beginn mitgeteilt habe? Die Antwort ist ganz einfach: Weil ich dich nicht entmutigen möchte. Außerdem gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten für Autoren, ihr Buch zu veröffentlichen – auch ohne einen Verlag.
  1. Du kannst dein Buch einem Literaturagenten anbieten. Aktuelle Adressen und Ansprechpartner findest du zum einen durch die Recherche im Internet oder im Handbuch für Autorinnen und Autoren, das bereits in der 8. Auflage im uschtrin-Verlag erschienen ist. Wenn du dein Manuskript einem Verlag anbieten willst, solltest du dir vorher die Webseiten der Verlage anschauen, um festzustellen, ob dein Buch überhaupt ins Verlagsprogramm passt. Oftmals gibt es auch eine spezielle Seite, die für Autoren gedacht ist, die ihr Manuskript einreichen wollen, zum Beispiel hier auf der Webseite vom Carlsen Verlag: https://www.carlsen.de/carlsen-verlag/manuskripte. Sollte dies alles nicht klappen, kannst du immer noch versuchen, dein Buch selbst zu veröffentlichen, zum Beispiel bei amazon.de oder bei epubli.de. Wertvolle Informationen dazu findest du auf der ständig aktualisierten Webseite (www.selfpublisherbibel.de) von Matthias Matting, einer der erfolgreichsten Selfpublishing-Autoren in Deutschland. Wann du jetzt denkst: War das alles? Dann habe ich noch einen wirklich guten Tipp für dich – und zwar die Schreibcommunity www.wattpad.com. Hier kannst du dein Buch veröffentlichen und erhältst von der Community ein direktes Feedback. Zwar erhältst du dafür kein Honorar, aber vielleicht wird ja ein Verlag auf dein Werk aufmerksam? So ist es jedenfalls Anna Todd, Autorin der Bestseller-Serie „After Passion“ ergangen, die ihr Buch zunächst bei wattpad.com veröffentlichte. Wenn das kein Ansporn ist? 🙂

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